Gebühren

Wir haben volles Verständnis dafür, dass Sie sich vor der Beauftragung eines Rechtsanwalts über die damit verbundenen Gebühren informieren möchten. Auf Nachfrage erteilen wir Ihnen gerne Auskunft über die Gebühren, die bei uns im Falle eines vorgerichtlichen oder gerichtlichen Tätigwerdens entstehen. Im Folgenden möchten wir versuchen, Ihnen einen ersten Einblick in die komplexe Systematik der anwaltlichen Gebührenberechnung zu verschaffen.

Nach dem deutschen Recht hat die unterlegene Partei alle Kosten des Rechtsstreits einschließlich der Kosten für die Beauftragung des gegnerischen Rechtsanwalts zu tragen. Das bedeutet, dass Sie im Fall eines positiven Prozessausgangs keine anwaltlichen Gebühren tragen müssen, weil diese vom Gericht dem Gegner auferlegt werden.

Die Höhe unserer Gebühren bemisst sich grundsätzlich nach dem Gesetz über die Vergütung der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte (Rechtsanwaltsvergütungsgesetz – RVG). Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass wir mit Ihnen eine vom Gesetz abweichende Vergütungsvereinbarung treffen, die Ihren Interessen am besten Rechnung trägt. Nach dem Rechtsanwaltvergütungsgesetz werden die Gebühren nach dem Wert berechnet, den der Gegenstand der anwaltlichen Tätigkeit bildet. Der so genannte Streitwert wird in zivil- und verwaltungsrechtlichen Angelegenheiten entsprechend dem Wert Ihrer Forderung bzw. dem Wert der gegnerischen Forderung festgesetzt. In der Regel und von kleinen Ausnahmen abgesehen, werden sich die Gebühren für unsere vorgerichtliche Zuziehung auf nicht mehr als zehn Prozent von dem Streitwert der jeweiligen Angelegenheit bzw. von dem Wert Ihrer Forderung belaufen. Sollte unsere vorgerichtliche Tätigkeit nicht zum gewünschten Erfolg führen, werden wir Ihnen in einem zweiten Schritt die Kosten und Erfolgsaussichten eines Gerichtsprozesses erläutern und Ihnen damit die Möglichkeit geben, sich für oder gegen die gerichtliche Durchsetzung Ihrer Forderung zu entscheiden.

In Strafsachen beträgt unser Kostenvorschuss zwischen € 250,00 bis € 2.500,00 je nach Art und Umfang der Angelegenheit.

In strafrechtlichen Angelegenheiten berechnen wir eine Beratungsgebühr in Höhe von 226,10 € (incl. MwSt).

Bei arbeitsrechtlichen Fragestellungen bieten wir verschiedene Beratungsoptionen an. Die Beratungsgespräche können auf Wunsch des Mandanten in Deutsch, Bulgarisch, Italienisch oder Englisch stattfinden. Unsere Gebühren betragen bei einer Dauer von 15 Minuten: 45,00 €), 30 Minuten: 90,00 €, 45 Minuten: 135,00 € und bei 60 Minuten: 180,00 € (jeweils incl. MwSt).

Bei Personen, die nur über geringes Einkommen verfügen, besteht die Möglichkeit, dass die anwaltlichen Gebühren von der Staatskasse übernommen werden. In solchen Fällen betrachten wir es als unsere Aufgabe, bei dem jeweils zuständigen Gericht einen Antrag auf Gewährung von Beratungs- bzw. Prozesskostenhilfe zu Ihren Gunsten zu stellen.